| Projekt Ruanda |
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Die meisten Überlebenden des Genozids in Ruanda im Jahr 1994 leiden noch heute unter schweren Traumafolgestörungen. Da das Land nur über wenige Psychiater und eine begrenzte Zahl von Psychologen verfügt, werden traumatisierte Personen überwiegend durch Sozialarbeiter, Pfarrer und menschlich besonders qualifizierte Laien betreut und versorgt. Das Ziel des Projekts von Trauma Aid in Ruanda ist es, Fachkräften, die bereits mit traumatisierten Menschen therapeutische oder beratende Arbeit leisten, traumatherapeutische Kenntnisse zu vermitteln, damit sie sie in eigenen Weiterbildungsveranstaltungen an andere Fachkräfte weitergeben. Angestrebt wird also eine Ausbildung für Ausbilder ("formation des formateurs"). Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch EMDR-Ausbildungen vorgesehen. Darüber hinaus sollen Lehrer und Pfarrer, die täglich mit den Folgen der Traumatisierung bei Schülern und Gemeindemitgliedern konfrontiert sind, Anleitungen erhalten, wie sie mit traumatischen Krisen umgehen können. Unterstützt wird das Projekt durch den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Kooperation mit dem Protestantischen Rat von Ruanda (Conseil Protestant du Rwanda, CPR), der auch die Organisation der Weiterbildungseinheiten übernimmt. |


